Jever

Gemeinsam für Jever – Grüne und SPD bilden eine Ratsgruppe

02.11.2026 · von Oliver de Neidels

Wir Grüne und die SPD wollen in der Ratsperiode 2026–2031 als Gruppe im Jeveraner Stadtrat zusammenarbeiten. Dafür haben wir am 30. Oktober eine Gruppenvereinbarung geschlossen. Beide Fraktionen bleiben politisch eigenständig. Wo wir unterschiedliche Auffassungen haben, wollen wir gemeinsam nach tragfähigen Lösungen suchen.

Unterschrift Gruppenvertrag
Unterschrift unter dem Gruppenvertrag, sitzend von links: Stefan Fischer (SPD), Sina Beckmann (Grüne). Stehend von links: Bettina Montigny (SPD), Elke Vredenborg (SPD), Oliver de Neidels (Grüne), Almuth Thomßen (Grüne)

Die Vereinbarung legt zehn gemeinsame Schwerpunkte fest. Daraus wollen wir in den kommenden fünf Jahren konkrete Projekte und Anträge entwickeln.

  • Schulen und Familien. Die Paul-Sillus-Schule, die Grundschule Cleverns und die Grundschule Harlinger Weg sollen erhalten bleiben und sich weiterentwickeln können. Dazu gehören gute Lernbedingungen, Ganztagsangebote und sichere Schulwege. Wir wollen außerdem die Kinderbetreuung am Bedarf ausrichten und Jugendliche stärker an Entscheidungen beteiligen.
  • Ehrenamt und Zusammenhalt. Wir wollen Vereine, Feuerwehr und soziale Einrichtungen stärken. Die freiwilligen Leistungen der Stadt sind dafür wichtig. Mit Angeboten wie einer Ehrenamtsbörse wollen wir Engagement erleichtern und mehr Menschen die Teilhabe ermöglichen.
  • Frauenort und Gleichstellung. Wir wollen die Geschichte von Fräulein Maria und die Rolle von Frauen in Jever sichtbarer machen. Zugleich geht es um gleiche Chancen auf politische und gesellschaftliche Teilhabe und darum, dass Frauen sich in Jever sicher und selbstbestimmt bewegen können.
  • Bezahlbares Wohnen. Jever braucht Wohnungen für Familien, ältere Menschen und unterschiedliche Lebenslagen. Wir wollen bereits erschlossene Flächen besser nutzen und dort neue Baugebiete ermöglichen, wo zusätzlicher Bedarf besteht. Die Ortsteile sollen sich so entwickeln können, wie es zu ihnen passt.
  • Innenstadt und Wallanlagen. Den Alten Markt wollen wir weiterentwickeln, die Wallanlagen sanieren und Leerstände aktiver angehen. In der Innenstadt sollen mehr Grün, gute Erreichbarkeit und barrierefreie Wege zusammengedacht werden.
  • Wirtschaft und ärztliche Versorgung. Wir wollen gute Bedingungen für örtliche Betriebe und Gründungen schaffen. Damit die ärztliche Versorgung verlässlich bleibt, wollen wir uns frühzeitig um Praxisnachfolgen und neue Versorgungsmodelle kümmern.
  • Klima, Energie und Krisenvorsorge. Wir wollen die kommunale Wärmeplanung und erneuerbare Energien voranbringen. Mehr Bäume, Schatten und ein besserer Umgang mit Regenwasser sollen Jever auf Hitze und Starkregen vorbereiten. Auch Krisenstab, Notunterkünfte und Krisenleuchttürme nehmen wir in den Blick.
  • Sichere Radwege und bessere Verbindungen. An den Hauptachsen wollen wir breite, sichere und durchgängige Radwege. Dafür vereinbaren wir einen verbindlichen Maßnahmenplan und ein festes jährliches Budget. Gemeinsam mit dem Landkreis wollen wir außerdem die Ortsteile besser an die Innenstadt anbinden, etwa mit flexiblen Angeboten auf Abruf.
  • Kultur, Sport und Tourismus. Das LOK, das Theater am Dannhalm, das Schloss, die Sportstätten und das Freibad brauchen eine verlässliche Perspektive. Wir wollen bestehende Veranstaltungen stärken und Raum für neue Angebote schaffen. Vom Tourismus sollen auch Handel, Gastronomie und Kultur vor Ort profitieren.
  • Verwaltung und Bürgerbeteiligung. Städtische Dienstleistungen sollen einfacher und auch digital erreichbar sein. Wir wollen Ratsentscheidungen nachvollziehbarer machen, die Menschen bei wichtigen Vorhaben früh einbeziehen und ein Bürgerbudget schaffen.

Was wir zuerst angehen, hängt auch davon ab, was die Stadt finanziell und personell leisten kann. Klar ist, woran wir unsere Zusammenarbeit messen wollen: ob sie für die Menschen in Jever und seinen Ortsteilen konkret etwas verbessert.

Den kompletten Gruppenvertrag findet ihr hier.


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