Meike und Karl Oltmanns
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Zwei für die Stadt

Die Idee kam spontan am Abend der Listenaufstellung: Meike Oltmanns, Frau des Bürgermeisterkandidaten der Grünen, Karl Oltmanns, ließ sich für den Stadtrat aufstellen. Damit kandidieren die Bankkauffrau und der Fluglotse nun gemeinsam für die Stadt Jever. Was treibt sie an?

Frau Oltmanns, mit ihrer Kandidatur ziehen Sie nun gemeinsam als Ehepaar in den Kommnalwahlkampf.

Meike Oltmanns: Ja, das war eine spontane Sache.

Was hat Sie dazu gebracht?

MO: Ich habe Kalli immer in der Politik unterstützt. Auf dem letzten Parteitag habe ich hochgerechnet: Wenn alle Träume in Erfüllung gehen, Kalli Bürgermeister wird und Sina Beckmann, unsere Bundestagskandidatin, nach Berlin geht, dann fehlen uns Leute.

Karl Oltmanns: In den fünf Jahren der Kandidatur kann zudem viel passieren, jemand zieht weg, muss aus gesundheitlichen Gründen aufhören oder mag die Partei nicht mehr. Nachrücken darf aber nur, wer einmal auf der Wahlliste stand.

MO: Ich fühle mich bei den Grünen seit Beginn sehr freundlich aufgenommen und wohl.

Karl Oltmanns Start in die Politik war vor 5 Jahren in der FDP-Fraktion der Stadt. Während des Corona-Jahres 2020 wechselte Oltmanns zu den Grünen.

Ihr seid seit 23 Jahren zusammen. Was macht eure Ehe aus?

KO: Wir sind in erster Linie erst einmal allerbeste Freunde.

MO: Ja, wir waren erst dicke Freunde, dann kam die Liebe.

Hilft die Freundschaft auch bei politischen Diskussionen?

KO: Da haben wir nie Probleme miteinander. Hin und wieder fahren wir sogar gemeinsam zu Terminen, um eine Stunde alleine im Auto, ohne Kinder, Anrufe oder Verpflichtungen zu haben. Dabei können wir dann miteinander über alles Mögliche klönen.

Das Paar hat zwei Kinder, Joosten, 16 und Wenke, 21. Joosten besucht das Mariengymnasium. Tochter Wenke, 21, ist ebenfalls Parteimitglied. Sie studiert in Malmö „Peace and Conflict Studies“, und ist in den Semesterferien für den Wahlkampf in Jever.

KO: Wenke ist mein Glücksbringer, mein Maskottchen. Ich bin selber seit vielen Jahren Wahlhelfer und Wahlleiter in Jever, als ich dann selbst für den Stadtrat angetreten bin, hat sie mich in meinem Wahllokal ersetzt. Sie hat meinen Bezirk ausgezählt. Das Ergebnis war so gut, dass der Computer das nicht genommen hat. Da musste zwei Mal nachgezählt werden. Allein schon deshalb muss sie jetzt wieder dabei sein.

Die Nähe zu „Fridays for Future“ und die Sympathie der Jugend zu den Grünen bestimmen oft die öffentliche Wahrnehmung. Reicht das zur Wahl?

KO: Natürlich stelle ich mir die Frage: Wie erreiche ich die Jugend ausreichend und mit welchen Themen.

Wie erreichen Sie sie?

KO: Mit Augenhöhe. Das passiert schon zuhause. Wir lassen uns von den Freunden unserer Kinder zum Beispiel nicht siezen. Hallo Herr Oltmanns, das gibt es bei uns nicht. Deshalb haben wir auch mit allen ein entspanntes Verhältnis. Dann lässt sich auch miteinander reden. Auf den sozialen Medien habe ich viele junge Menschen als Follower. Da gibt es den kurzen Draht, den sich die Jugendlichen so gerne wünschen.

Was braucht es aber für die Jugend?

KO: Viel mehr Partizipation. Auch im Stadtrat. Oft entsteht ein Bild, dass die Jugend nur mit Dosenbier und Handy unterwegs ist und das ist natürlich gar nicht so. Die Jugendlichen sind engagiert, suchen sich ihre Orte.

MO: Wir waren kürzlich beim Skaterplatz hinterm Freibad, um uns die Anlage anzusehen.

KO: Heimlich natürlich, ist ja peinlich für unser Kind (lacht).

MO: Das ist so eine tolle Anlage, die von vielen unterschiedlichen Altersgruppen frequentiert wird. Morgens die ganz Kleinen, dann die Grundschüler, später die Jugendlichen. Nun steht da ein Bauzaun und der Bauwagen als Rückzugs- und Aufbewahrungsort ist nicht zu erreichen. Ich finde es schade, dass es die Stadt nicht schafft, den Platz schön zu erhalten.

KO: Wenn Engagement von der Jugend und der Jugendarbeit da ist, dann muss man es unterstützen. Da muss man Mittel und Wege finden. Oft reicht es schon, das Material bereit zu stellen; das Know How und die Ideen haben die Jugendlichen alleine.

Nebenan war der Mehrgenerationenspielplatz geplant, der bis heute nicht gebaut wurde. Stattdessen wird auf die bestehenden Plätze hingewiesen.

KO: In diesem Fall war es eine Frage der Fördermittel. Die gibt es nur, wenn die Spielgeräte barrierefrei sind, ab einer halben Million, davor gibt es erst gar keine Mittel. Das kostet, wenn der Spielplatz fertig ist, um eine Million Euro. Auch der Ort ist schlecht gewählt, die Älteren schaffen es nicht dahin, die Mütter mit dem Buggy hätten einen langen Weg. In der Summe war das Konzept nicht stimmig.

MO: Auch Die jüngeren Kinder fahren nicht alleine dorthin. Dass die Begründung der Entscheidung nicht transparent gemacht wurde, finde ich schwierig. Man muss die Entscheidungen öffentlich machen.

KO: In Jever hat man zudem 70 – 75 % Ein- und Zweifamilienhäuser, oft mit vielen Spielgeräten im eigenen Garten. Mit 41 Spielplätze für 15.000 Einwohnern hat Jever eine hohe Quote an zusätzlichen öffentlichen Spielplätzen, das bindet Geld und Personal.

Wie seid ihr eigentlich in die Politik gekommen?

KO: Ich bin Quereinsteiger, war immer politisch interessiert. Als die Kommunalwahl 2016 anstand, hat mich mein Nachbar auf einer Boßeltour zu einem Vorstandstreffen der FDP eingeladen. Ich bin da sehr nett aufgenommen worden und habe dann ein gutes Ergebnis hingelegt. Das Drittbeste der Stadt. Für einen Newcomer ein Traum.

MO: Du hast aber auch gekämpft. Deinen Wahlkampf mit Liebe gemacht.

KO: Ja, das Feuer war entfacht. Ich bin dann Ratsvorsitzender geworden. Das hat die SPD zuerst gewurmt, die hatten den Sitz für viele Jahre inne. Für mich war es eine gute Position, um alles einzusehen. Sowohl bei der Politik, als auch in der Verwaltung.

Warum der Wechsel zu den Grünen?

KO: Wir leben ja eigentlich schon seit Jahren grün: Wir haben eine PV-Anlage am Haus, wir haben eine Hausbatterie, fahren ein Elektroauto, wohnen in einem KfW-55 Haus. Durch den Rat kannte ich Almuth Thomssen von den Grünen gut. Sie sprach mich dann irgendwann an.

MO: Es kam von allen Seiten, mich sprach ein Kollege im Kinoverein an.

KO: Zum Glück. Ich fühle mich total wohl, weil die Fraktion so viel schneller ist und so viel kreativer. Das war auch der Moment, in dem Meike politisch wurde. Seitdem ich bei den Grünen bin, fragt Meike auch nach: „Wie war es bei der Sitzung? Was habt ihr besprochen?“

MO: Ich war dann irgendwann überall dabei: Blumenwiese einsähen, Lichter vorm Schloss aufstellen, da sagte Almuth dann zu mir: Du bist doch eigentlich eine Grüne.

Was möchten Sie erreichen, Frau Oltmanns?

MO: Ich möchte das schöne Jever erhalten. Dinge werde nicht richtig angefasst: Die Innenstadtpolitik, die Jugend, die Kultur. Ich bin im Kinoverein, wir haben damals den Verein gegründet, um das Kino zu retten. So würde ich mich jetzt auch für den Lokschuppen und das Theater am Dannhalm einsetzen. Es sind vielleicht Groschengräber, aber diese Institutionen machen eine lebenswerte Stadt aus.

Herr Oltmanns, warum jetzt der Schritt zum Bürgermeister?

KO: Dann habe ich einfach viel mehr Möglichkeiten um etwas zu bewegen. Und 50 Mitarbeiter im Rathaus, die fachlich zur Seite stehen. Als Ratsvorsitzender hat man viele Informationen, man braucht aber Entscheidungsbefugnis und Mittel, um Dinge in Gang zu bringen.

Was möchten Sie umsetzen?

KO: Ich mache mir wahnsinnige Sorgen um die Innenstadt. Leerstandsmanagement heißt es so unschön; gemeint ist damit aber das Sterben des Einzelhandels. Jever ist da leider keine Ausnahme. Das gibt es in fast jeder Stadt.

MO: Dirk Eden ist leer, Elektro Wille ist leer. Pekol schließt, Reisebüro Bochum schließt, van Lengen, Gina Laura, Reitsport Würz …

KO: Das sind keine Corona-Opfer. Das sind Strukturopfer. Wenn der Einzelhandel weggeht, kommt kein neuer Einzelhandel nach. Die Umsätze sind längst bei Amazon und Co. Ich glaube nicht, dass wir den Einzelhandel- und Einkaufsstandort so einfach wieder beleben werden. Da muss man ganz neu denken.

MO: Wir haben von vielen Menschen Ideen bekommen: Vom Outletcenter bis zum Vereinshaus.

Das ließe sich in Jever umsetzen?

KO: Ich denke bei Van Lengen an ein Haus der Vereine, mit Information und Ausstellungsfläche. Ein zentraler Platz in der Stadt, der für die Bürger da sein kann. Die Vereine haben zur Zeit keine Publikumswirkung und sitzen alle verteilt in ihren Büros. Hol sie alle in ein Haus und die Kommune bezahlt dafür die Miete. Das ist Infrastruktur und Sozialarbeit. So kommen die Bürger an die Vereine und die Vereine an die Bürger.

Und die Kommune lebt.

KO: Und die Kommune lebt! Und man findet von einem Verein vielleicht in den zweiten Verein. Wir haben einen Boule-Verein, das wusste ich zum Beispiel gar nicht. Das ist doch soziales Leben pur.

Dennoch bliebe der Umsatz aus…

KO: Wir haben in der Innenstadt Leerstand und eine riesige Baulücke. Die man zum Beispiel mit geplanten neuen Ämtern des Landkreises füllen kann. Die planen den Neubau jedoch im Gewerbegebiet. Mit dem Ergebnis: 150 Menschen werden mit dem Auto ins Gewerbegebiet pilgern, da hat die Stadt nichts davon! Lasst uns die Innenstadt nutzen, idealerweise mit einem Amt, welches viel Laufkundschaft hat, ein Sozialamt zum Beispiel. Die Kunden und die Mitarbeiter des Landkreises machen Mittagspause bei Cafe Maria, gehen zum Bäcker und wollen noch zu Rossmann. Das wäre so wichtig, das ganzheitlich zu denken!

Ist denn Jever noch Wirtschaftsstandort?

KO: Ja, das zeigt sich auch abseits der Innenstadt. In unserem Gewerbegebiet wurden, trotz Corona, alle Plätze verkauft. Es werden zudem weitere, neue Gewerbe- und Industriegebiete geplant. Wir wollen diese Plätze jedoch nur an Betriebe abgeben, die Arbeitsplätze schaffen, anstatt nur Lagerfläche zu sein. Wir versiegeln mit dem Bau wertvolle Naturflächen, dann muss es auch einen deutlichen Mehrwert haben für die Gemeinschaft.

Jever ist trotz Leerstand eine sehr beliebte Stadt. Menschen beklagen, keine Wohnung mehr zu finden.

MO: Jever ist als Wohnort sehr beliebt. Das schafft natürlich auch Wohnraumknappheit. Es entstehen in Jever aber neue Mehrfamilienhäuser, auf denen früher einzelne Häuser standen. Das findet vielleicht nicht Jeder schön, aber die Stadt braucht den Wohnraum dringend. Jede Wohnung wird auch sofort vermietet oder verkauft.

KO: Sozialer Wohnungsbau wird in Jever gefördert, die Stadt stellt dafür kostenlose Grundstücke zur Verfügung. Jever verdichtet sich nach und nach, die Anzahl der Wohnungen wächst. In den Wohnungen leben aber statistisch immer weniger Menschen. Wir haben heute im Schnitt 14 Quadratmeter mehr zur Verfügung als vor 30 Jahren.

MO: Doch selbst die 150 Wohnungen, die in den letzten 5 Jahren gebaut wurden haben die Nachfrage nicht stillen können.

KO: Es müssen auch neue Wohnkonzepte gedacht werden, Tiny Houses zum Beispiel.!
Sie setzen bei den Themen auch auf Digitalisierung.

MO: Die Digitalisierung in der Verwaltung ist für mich ein wichtiges Thema. Es gibt 149 Dienstleistungen, die ein Bürger von einer Kommune beantragen kann, Davon sind 30 schnell abgewickelt – Ausweis verlängern, Führungszeugnis ausstellen.

KO: Das planen wir in der Fraktion für Jever alles digital. Das machen wir über die KDO, einem Kommunaldienstleister in Oldenburg, die bieten jetzt schon alles online an. Idealerweise gibt es auch ein zentrales Bürgerbüro, wo alle Dienstleistung auch in Papierform erbracht werden. Nicht jeder Bürger ist voll digital unterwegs.

MO: Es ist alles möglich, man muss es nur anpacken.!
Digitalisierung macht nicht bei der Kommune halt, wie erreichen Sie die Haushalte?

KO: In Jever sind Randgebiete digital nur mäßig erschlossen. Mein Claim ist: 100 Megabit für 100% der Bevölkerung. Jeder bekommt eine schnelle Internetverbindung. Ob in der Innenstadt oder in Cleverns. Die Internetversorgung ist eine Infrastrukturmaßnahme und jeder Bürger sollte einen Anspruch darauf haben, genauso wie auf Strom, Gas und Wasser.!

MO: Und wenn du Homeoffice machst, aber die Leitungen dafür nicht ausreichen, kannst du deinen Job nicht machen.

KO: Aber auch der Landwirt und der Pferdewirt brauchen das. Die Hochleistungskühe werden gescannt und das Futter über Zentralrechner organisiert. Es hilft nichts, wenn dann das Internet nicht läuft. Selbst Teile im Gewerbegebiet kriechen noch mit 4 Mbit durch das Web.

Warum macht das nicht die Telekom oder Vodafone?

KO: Weil es nicht wirtschaftlich ist, insbesondere in Randgebieten. Man muss keine Glasfaser bis zum letzten Hof verlegen, man kann 5G Funktürme benutzen. Dafür werden Funkzellen gekauft und an unterschiedlichen kommunalen Plätzen aufgestellt. Diese
bieten schnelles Internet für alle; wenn man es denn haben möchte.

MO: Dann wollen wir den Zustand der Fahrradwege in der Stadt verbessern. Das sind zumeist Fußwege, die für Fahrräder erlaubt sind. Das ist nicht mehr zeitgemäß bei der Fülle von Elektrorädern, Lastenrädern und dem Wunsch nach mehr Klimaschutz.

KO: Die Räder rumpeln über die Bordsteine.

Jever als Fahrradstadt?

KO: Ja genau. Innerstädtisch und zwischen den Dörfern.

MO: Es geht auch um eine Priorität für Fahrräder im Verkehr. Ich fahre täglich über Kreuzungen, auf denen man als Fahrradfahrerin übersehen wird. Es gibt viele Ecken auch für Schülerinnen und Schüler, die gefährlich sind. Das muss nicht sein.

KO: Wenn wir voran gehen, zieht Schortens nach, ziehen das Wangerland und Wittmund nach. Wir schaffen etwas für die ganze Region. Die Fahrradwege gehören der Kommune: Mach sie einen Meter breiter und spiegelglatt. So kann man schnell viel Qualität schaffen. !

MO: Fahrradständer fehlen. Viele wollen oder müssen ihre Fahrräder und E-Bikes anschließen. Aber wo?

KO: Ein weiteres Thema ist der Alte Markt. Der ist in den 1980er Jahren mit vielen Fördermitteln umgebaut worden, weil man da Kopfsteinpflaster gelegt hat. Man kann nur leider weder darauf laufen, noch etwas stellen. Das Ergebnis ist: Der Platz in der Mitte bleibt ungenutzt und leer.

MO: Oder es werden Holzspähne gelegt, zum Weihnachtsmarkt zum Beispiel, damit man da überhaupt laufen kann.

Sind die Steine historisch begründet?

KO: Nein, das hat es so nie gegeben. Dennoch hat man den Platz unter Denkmalschutz gestellt. Wir wollen das unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes ändern: Steine raus, begradigen, als Treffpunkt, Aufenthalts- und Spielplatz gestalten.

MO: Bedingung ist, dass der Platz einsehbar bleiben muss. Das ließe sich umsetzen.

KO: Wir wollen den Platz mit Spielgeräten aufbessern, in den Fußboden Trampoline einlassen. Dann Sitzbänke aufstellen, 20, 30 Stück mit Blick aufs Schloss, am besten noch mit USB-Port. Zur Straße hin wird der Platz abgegrünt. Die Kinder können spielen, die Eltern und Großeltern können ihren Kaffee trinken. Das ist Aufenthaltsqualität. Alle Elemente sollten jedoch schnell auf- und abbaubar sein, damit zum Beispiel die Schlittschuhbahn im Winter oder ein großes Zelt für ein Fest noch aufgestellt werden können.

Und auf der anderen Seite?

MO: Die andere Ecke zwischen LZO und Konzerthaus ist nach Norden hin abfallend. Man muss den Platz absenken, drumherum wenige Treppenstufen setzen und diese mit Holz beplanken. Eine Idee ist, den Platz wie einen Atriumplatz, wie einen Theaterplatz zu nutzen.

KO: So bringt man wunderbar Musik auf den alten Markt. Wenn rundherum Stufen sind, sitzen sofort Leute drauf und die Gastronomie kann mit profitieren. Der Alte Markt liegt mir so am Herzen. Damit kann man für die gesamte Stadt etwas erreichen. Denn auch die Leute, die nicht in der Innenstadt wohnen, gehen gern zum Alten Markt.

Frau Oltmanns, abschließend die Frage: Was macht Sie zur Jeveranerin?

MO: Geboren bin ich in Nordrhein-Westfalen und mit 15 nach Schortens gezogen. Seit 28 Jahren wohne ich inzwischen in Jever. Kalli sagt, ich bin eingemeindet (lacht). Ich bin hier so zuhause. Ich liebe den Schlossgarten, die Graften, man kennt sich. Jever ist eine familienfreundliche Stadt.

Herr Oltmanns, und was macht Sie zum Jeveraner?

KO: Zuerst natürlich der Klassiker: Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Als Kind und Jugendlicher habe ich meine Heimatstadt mit dem Rad entdeckt. Daher kenne ich fast jede Ecke der Stadt. Während meiner Zeit bei der Bundeswehr und einer ganzen Zeit außerhalb der Stadt habe ich gemerkt, wie viel Lebensqualität Jever im Vergleich bietet. Hier habe ich meine Frau kennengelernt und auch unsere Kinder sind hier im Sophienstift geboren. Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in mehreren Vereinen habe ich die Vielfältigkeit der Stadt schätzen gelernt. Daher ist die Kandidatur zum Bürgermeister eigentlich auch eine Liebeserklärung an meine Heimatstadt.