Stadtratsfraktion-Jever

Antrag zur Ächtung von Atomwaffen beschlossen

Rede von Almuth Thomßen (Fraktionsvorsitzende)

zur Ächtung der Atomwaffen vom 06.05.2021 im Rat der Stadt Jever

 

Wir freuen uns, dass der Rat heute die Resolution zur Ächtung der Atomwaffen beschließt. 

Schon seit vielen Jahren ist unser Bürgermeister ein „Mayor for Peace“. Durch unseren heutigen Beschluss unterstützen wir sein vorbildliches Engagement. 2019 sagte er der Presse dazu:

„Durch die Nähe Jevers zu Wilhelmshaven, dem größten Marinestandort Deutschlands, wäre unsere Region im Falle eines atomaren Angriffs voraussichtlich eines der herausgehobenen Ziele.“

Zwar ist die weltpolitische Situation nicht mehr so wie in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, als wir im Kalten Krieg ständig Angst haben mussten vor dem nuklearen Overkill. Dennoch befinden sich immer noch 13.400  Atomwaffen im Besitz der neun Atomwaffenstaaten. Das sind 13.400 Atomwaffen zu viel. Jever ist eine Friedensstadt. Hier wurde der 2. Weltkrieg mit weißen Tischtüchern unblutig beendet. Das war am 3.5.1945, vor fast genau 76 Jahren. Das hat Tradition, die wir nunmehr fortsetzen.

Wie wir alle wissen, war Elisa Kauffeld, als Friedensaktivistin in Jever bekannt, hat Jahrzehnte gegen Atomwaffen gekämpft. Sie hat 1970 eine Friedensinitiative gegründet, der sich viele Einwohner*innen von Jever anschlossen. 1980 hat sie den Krefelder Appell unterzeichnet, der unter dem Motto stand: „Der Atomtod bedroht uns alle – keine neuen Atomraketen in Europa“. Sie und alle, die sich ihr anschlossen, haben sich jahrelang für den Frieden und gegen Atomwaffen eingesetzt.

Nicht zuletzt deshalb trägt die Jeversche Oberschule den Namen von Elisa Kauffeld. „Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren“... Diese Worte sind von Albert Einstein. Kluger Mann, kluge Worte, die immer noch gelten.

Lassen Sie uns heute Abend ein deutliches Zeichen gegen die menschliche Mausefalle Atombombe setzen.