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GRÜNE stehen zur Geste der Solidarität mit dem Libanon

Fragen nach dem Entsorgungskonzept bleiben weiter offen

Martina Esser
Martina Esser, Mitglied des Kreistages Friesland (GRÜNE)

GRÜNE aus Friesland und Wilhelmshaven beobachten aufmerksam, was mit dem Giftmüll aus Beirut passieren soll und haben Unterstützung ihrer Landtags- und Bundestagsfraktionen. Nicht nur bei der SWG in Jever bleiben Fragen offen. Die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag Friesland, Martina Esser, steht im Kontakt mit Parteifreund*innen verschiedener Ebenen, da sich schnell herausgestellt hat, dass viele Fragen nicht auf kommunaler Ebene allein geklärt werden können.

50 Container mit gefährlichen Abfällen, die bei dem Explosionsunglück in der libanesischen Hauptstadt Beirut im August letzten Jahres entstanden sind, sowie 30 Container, die bei der Explosion beschädigt wurden, sollen im Wangerland (Landkreis Friesland) von der Firma Nehlsen behandelt und entsorgt werden. So kann man es den Antworten der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen Abgeordneten Meta Janssen-Kucz im Landtag entnehmen. Zur Kostenübernahme gibt es keine abschließenden Auskünfte, der Landesregierung sind vertragliche Vereinbarungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Libanon nicht bekannt. Die Firma Combi Lift GmbH habe die Auskunft erteilt, dass sowohl durch die Europäische Kommission als auch dem Libanon Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden.

„Die schreckliche Explosionskatastrophe hat den Libanon ins Herz getroffen. Wir Grünen stehen dazu, dass als Zeichen der Solidarität bei der Beseitigung der Trümmer dieses schweren Unglücks mit dem Know-How unserer regionalen Unternehmen geholfen wird.“ sind sich alle einig. „Zumal der Libanon nicht über die notwendige Technologie verfügt.“

 

Almuth Thomßen
Almuth Thomßen, Fraktionsvorsitzende

Almuth Thomßen, Fraktionsvorsitzende in Jever ergänzt „Hier über Mülltourismus zu spekulieren wäre zynisch, es geht um Hilfe in der Not.“ Dem schließt sich auch der stellvertretende Bürgermeister des Wangerlands Reiner Tammen an: „Besser hier bei uns sicher behandelt und entsorgt, als im Libanon unkontrolliert ins Meer geschüttet!“

„Den Libanon in seiner Notsituation zu unterstützen ist richtig und wichtig.“ so Antje Kloster, Fraktionsvorsitzenden im Wilhelmshavener Stadtrat. „Sicherheit und Transparenz muss aber an erster Stelle stehen.  Auf dem Containerschiff müssen alle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, um ein Unglück auf See zu vermeiden. Gleiches gilt für die vielen zu erwartenden Gefahrguttransporte auf der Straße, vom Hafen zum Entsorgungsunternehmen.“