Stadtratsfraktion-Jever

Beflaggung Christopher Street Day

Acht von 10 Jugendlichen, die lesbisch, bisexuell, trans oder queer sind, erleben Diskriminierung in der Schule und am Arbeitsplatz. Obwohl Toleranz und Akzeptanz in Deutschland zunehmen, sorgen Diskriminierung, Stigmatisierung, Vorurteile und Zurückweisung für ein erhöhtes Risiko an Depressionen zu erkranken oder Suizid zu begehen.

Laut Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wird rund ein Drittel der homosexuellen Menschen in Deutschland im Job von Kolleginnen und Vorgesetzten diskriminiert. Bei Trans Menschen liegt dieser Wert bei 40 Prozent.

Am 28. Juni wird der Christopher Street Day als Gedenk- und Demonstrationstag von Lesben, Bisexuellen, Schwulen, Transgender und Intersexuellen gefeiert. Der CSD erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderer Minderheiten gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street. Besonders betroffen von Misshandlungen waren Menschen afroamerikanischer und lateinamerikanischer Herkunft. Im Juni und Juli wird überall auf der Welt gegen Diskriminierung und Ausgrenzung demonstriert. Immer mehr Städte, Gemeinden, Unternehmen und Kirchen hissen die Regenbogenflagge als Zeichen der Solidarität.

Um als Stadt Teil dieser Bewegung zu sein und ein Zeichen der Solidarität zu setzen, möge der Stadtrat der Stadt Jever beschließen:

„Das Rathaus und alle stadteigenen Gebäude mit Fahnenstange werden ab 2021 am 28. Juni und in der Woche davor mit Regenbogenfahnen beflaggt.“